Um was es geht

Es geht um:
Häusliche Gewalt
Sexuelle Belästigung
Sexuellen Missbrauch
Vergewaltigung

Häusliche Gewalt bezeichnet alle Formen psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt von Erwachsenen, die sich durch Partnerschaft verbunden fühlen. Überwiegend finden die Übergriffe im vermeintlichen Schutzraum der eigenen Wohnung statt. Häufig handelt es sich nicht um ein einmaliges Ereignis.

Beispiele häuslicher Gewalt können sein:
- Drohungen
- Erniedrigungen
- sozial isoliert werden
- schlagen, treten
- mit Gegenständen werfen
- erzwingen sexueller Handlungen

Von Gewalt betroffene Frauen fühlen sich oft allein gelassen und schämen sich für das, was ihnen angetan wird. Neben der Angst vor dem Partner, der Sorge um die Kinder oder über das "Gerede" der Nachbarn, Verwandten, Arbeitskollegen kommt häufig noch das Gefühl von Schuld und Ohnmacht hinzu. Andauernde häusliche Gewalt zwingt Betroffene zu einem Leben in ständiger Angst vor dem nächsten, unkalkulierbaren Gewaltausbruch.

Es gibt Wege aus dieser belastenden Situation. Gemeinsam suchen wir nach Lösungen, damit die betroffenen Frauen und ihre Kinder nicht in ständiger Angst leben müssen.

Sie können sich an uns wenden, auch wenn Sie nicht vorhaben, sich von Ihrem gewalttätigen Partner  zu trennen oder Ihnen dies nicht möglich erscheint. Wir  beraten Sie auch, wenn es sich um Befürchtungen handelt und noch nicht zu gewalttätigen Übergriffen gekommen ist.


Sexuelle Belästigung kann mit Blicken und Bemerkungen beginnen. Sie geschieht an vermeintlich sicheren Orten wie z.B.  in der Schule, am Arbeitsplatz, in öffentlichen Verkehrsmitteln etc. Für viele Frauen ist dies so alltäglich, dass sie es als „normal“ hinnehmen.  Belästigungen dieser Art werden aber auch als nicht normal empfunden und Frauen fühlen sich dabei unwohl. Es wird eine Grenzverletzung erlebt.

Auch „Verehrer“ oder abgewiesene Freunde, die Mädchen und Frauen mit „Liebesbeweisen“ traktieren oder sie verfolgen, überschreiten die Grenze zur Belästigung oder Bedrohung.

Wir beraten, wie mit derartigen Grenzverletzungen umgegangen werden kann und was getan werden kann, um sie zu unterbinden.


Unter sexuellem Missbrauch  versteht man die sexuelle Ausbeutung innerhalb eines Abhängigkeitsverhältnisses. Darunter fallen alle sexuellen Handlungen, die an oder vor Kindern oder Jugendlichen vorgenommen werden. Diese Handlungen werden gegen den Willen der Kinder unternommen. Aufgrund ihrer Unterlegenheit und Abhängigkeit können sich Kinder und Jugendliche nicht wehren oder schützen.

Betroffene Mädchen und Jungen erfahren bei uns Unterstützung, wenn sie aktuell von sexuellem Missbrauch betroffen sind oder waren. Aber auch erwachsene Frauen, die in der Vergangenheit  sexuell missbraucht wurden, erhalten bei uns Unterstützung. Es kommt nicht selten vor, dass betroffene Frauen sich erst nach Jahren trauen, über dieses Thema zu sprechen. Es ist sehr hilfreich, solche Erlebnisse nicht alleine verarbeiten zu müssen.


Eine Vergewaltigung stellt eine massive Verletzung der Persönlichkeit und körperlichen  Unversehrtheit dar. Jede Frau reagiert in solch einer Situation anders. Es gibt kein „richtiges“ oder „falsches“ Verhalten, da jede Frau versucht, diese bedrohliche Situation zu überleben.

Gemeinsam ist den meisten Frauen das Erleben von Ekel, von massiven Ängsten bis hin zu Todesängsten und das Erleben des kompletten Kontrollverlustes über den eigenen Körper und Willen. Wenn der Täter bekannt ist, kommt noch der massive Vertrauensverlust hinzu.

Häufig sind Frauen in der Folge mit Schuldzuweisungen durch andere Menschen und deren Ungläubigkeit gegenüber dem Erlebten konfrontiert.
 
Die konkreten Folgen einer Vergewaltigung sind sehr vielfältig. Das Opfer kann in eine Art Schockzustand geraten und dabei völlig desorientiert wirken. Aber auch eine überkontrollierte Reaktion ist möglich. So kommt es vor, dass Frauen anscheinend unberührt über das Geschehene berichten. Häufig haben sie auch das Gefühl, verrückt zu sein oder zu werden.

Alle Reaktionen auf derartig belastende Erlebnisse sind normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse.

Nach einer gewissen Zeit kommt es oft zu einer scheinbaren Normalisierung des Zustandes des Opfers, weil versucht wird, das Geschehene zu vergessen und das Trauma zu verdrängen.

Wir bieten betroffenen Frauen Beratung und Unterstützung sowohl in der ersten Zeit nach einer Vergewaltigung als auch, wenn diese schon Jahre oder Jahrzehnte zurückliegt. Ein derartiges Erlebnis erschüttert eine Person in ihrer Ganzheit und hinterlässt tiefe Wunden in ihrer Psyche. Aber mit der entsprechenden Unterstützung können auch diese Verletzungen wieder heilen.

Auch wenn Sie keine Anzeige erstattet haben oder erstatten möchten, bekommen Sie bei uns Unterstützung.